VORSICHT:
es gibt englische Briefkastenfirmen mit deutschen Kontaktadressen ebenso wie
einige deutsche Ingenieurbüros, die durch Halbwissen glänzen und durchaus
skurille Lösungen vorschlagen. Sie bemerken dabei kaum eine Kostenersparnis,
sind aber rechtlich durch veraltete Vorgänge und Vorlagen dieser Firmen nur
unzureichend abgesichert.

Auf Grund des aktuell sehr gut stehenden Dollar/Euro-Kurses
bietet es sich für viele Freizeitskipper an ein Boot aus den USA nach
Deutschland zu importieren.
Neben dem großen Angebot an Typen, grundsätzlich immer gut ausgetatteten
Versionen und der Preisersparnis durch den günstigen Wechselkurs sollte man aber
auch die Risiken und Schwierigkeiten bedenken:
* alle Kosten erfasst? Transport, Umladen, Handlinggebühren, Leihgebühren für
Trailer, Craddle, Bankgebühren ...bis hin zu den Reisekosten?
* Erfahrung mit Booten? - Boot genau inspiziert - kann ich es selbst technisch
bewerten? Was passiert bei verdeckten Mängeln?
* Zeitfaktor: wieviel Zeit kann/will ich für Organisation, Suchen, Reisen,
Transportbegleitung /-organisation usw. investieren?
* .....räumt einem der Händler hier vielleicht nicht doch einen Rabatt ein?
* zuletzt: die CE-Konformitätsbewertung. Diese ist kein unüberwindbares
Hindernis, aber man muss folgendes beachten:
Die Vorgaben für 'CE' findet man in der Sportbootrichtlinie (siehe Hauptmenue . Diese Richtlinie wird in jedem Mitgliedsland der EU durch
ein nationales Gesetz in geltendes Recht umgesetzt - in Deutschland die 10.
Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz vom 09. Juli 2004 - dieses
Gesetz tritt mit 01.01.2005 in Kraft!
Bis zu dieser Änderung konnte man ein Boot. welches für die ausschliessliche
private Nutzung vorgesehen war und nicht weiterverkauft wurde ('wirtschaftliches
Interesse') ohne ein CE-Konformitätsbewertungsverfahren importieren und
betreiben.
Die neue Verordnung verwehrt dem Bootsfahrer explicit diese Möglichkeit - er
gilt nun als 'Quasi-Hersteller' und muss sein Boot 'zertifizieren'.
KOSTEN:
Diese sind überschaubar, hängen aber sehr stark von Bootstyp, dem Umfang der zur
Verfügung stehenden Unterlagen und der Tatsache, ob dieser Bootstyp schon einmal
in die EU importiert wurde (Zugriff auf bestehende Unterlagen) ab. Pauschal kann
aber gesagt werden, dass die Kosten nicht den Vorteil durch den Eigenimport zu
nichte machen.
VORSICHT:
es gibt englische Briefkastenfirmen mit deutschen Kontaktadressen ebenso wie
einige deutsche Ingenieurbüros, die durch Halbwissen glänzen und durchaus
skurille Lösungen vorschlagen. Sie bemerken dabei kaum eine Kostenersparnis,
sind aber rechtlich durch veraltete Vorgänge und Vorlagen dieser Firmen nur
unzureichend abgesichert.

